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Unternehmen kaufen keine „KI“, sondern konkrete Ergebnisse: weniger Fehler, kürzere Markteinführungszeiten, belastbare Governance – und das bei geringeren Gesamtkosten. Die zentrale Herausforderung besteht daher nicht darin, KI in einer Demo oder einem Pilotprojekt zu demonstrieren, sondern ihr Versprechen dauerhaft in den Engineering-Alltag komplexer Programme mit vielen Beteiligten und Lieferanten zu überführen.

Der KI-fähige Engineering-Stack

Viele Initiativen scheitern nicht an der Technologie, sondern an der Zersplitterung von Produktdaten und Entscheidungen. Konstruktion, Simulation, Fertigungsplanung und Änderungsmanagement sind auf unterschiedliche Systeme verteilt; Kontext geht bei Übergaben verloren, Versionsstände liegen in E-Mail-Postfächern oder lokalen Dateien.

Der erste Schritt zu einem KI-fähigen Engineering-Stack ist daher die Vereinheitlichung dieser Disziplinen auf einer zentralen Produktentwicklungsplattform. Personen, Modelle, Anforderungen und Entscheidungen teilen sich ein gemeinsames Rückgrat. Auf der 3DEXPERIENCE Plattform arbeiten Teams kollaborativ auf verwalteten Produktdaten. Versionierung, Zugriffsrechte und Reviews werden systemseitig gesteuert – Übergaben verkürzen sich, und das Vertrauen in KI-gestützte Empfehlungen steigt deutlich.

KI dort einsetzen, wo sie den größten Hebel hat
Ein bewährter Ansatz ist, generative KI zunächst dort einzusetzen, wo sie den höchsten Nutzen bringt: in der Konzept- und Vorentwicklungsphase. Varianten werden direkt aus Leistungsanforderungen abgeleitet, virtuell bewertet und erfolgreiche Muster als wiederverwendbare Templates gesichert.

So verbringen Ingenieurinnen und Ingenieure weniger Zeit mit repetiven Tätigkeiten und mehr Zeit mit den wirklich kritischen Fragen: Kompromisse, Sicherheit, Robustheit und Compliance. Da alle Daten kontextualisiert vorliegen, ist jederzeit nachvollziehbar, welche Anforderung, Simulation oder welcher Änderungsantrag eine Entscheidung beeinflusst hat.

Diese Transparenz ermöglicht es der Führungsebene, zu skalieren, ohne Risiken zu erhöhen. In der Praxis berichten Unternehmen häufig von deutlich verkürzten Zykluszeiten – in vielen Fällen mit dem Effekt einer bis zu vierfach schnelleren Markteinführung im industriellen Maßstab.

Wenn Governance zum Beschleuniger wird

Richtig umgesetzt, wird Governance nicht zum Bremsklotz, sondern zum Beschleuniger. Engineering-Änderungen durchlaufen standardisierte Workflows, in denen wer, was, warum und welche Auswirkungen automatisch dokumentiert werden. Anforderungen sind mit Modellen verknüpft, Simulationen mit Verifikationsnachweisen, Lieferantenbeiträge mit klar definierten Baselines.

CIOs, CTOs und PLM-Verantwortliche erhalten Echtzeit-Transparenz über Reifegrad, Compliance und Engpässe. Gleichzeitig arbeiten funktionsübergreifende Teams mit konsistenten, verwalteten Modellen statt Versionen abzugleichen. Der Effekt verstärkt sich: kürzere Iterationsschleifen, weniger späte Überraschungen, saubere Release-Historien – bei geringeren Prototypenkosten und höherer First-Time-Right-Quote.

Von der Architektur zur Umsetzung

Die beste Architektur entfaltet ihren Wert erst durch saubere Umsetzung. Beginnen Sie mit einer priorisierten Produktlinie und definieren Sie die relevanten KPIs:

Time-to-Market
Engineering-Change-Zykluszeit
First-Time-Right

Etablieren Sie eine gemeinsame Produktdefinition, integrieren Sie CAD, Simulation, Fertigung und Änderungsmanagement und platzieren Sie generative KI und Optimierung gezielt dort, wo sie die größten Reibungsverluste reduziert.

Begleiten Sie die Einführung mit rollenbasiertem Enablement und klaren Reifegrad-Checkpoints. Sobald sich stabile Ergebnisse einstellen, skalieren Sie auf weitere Programme und Lieferanten und stärken gezielt die Daten-Governance – Benennung, Zugriffe, Freigaben und Herkunft. Der Business Case verbessert sich spürbar, wenn Wiederverwendung steigt und sich der Engineering-Aufwand von Abstimmung hin zu echter Innovation verlagert.

Von Pilotprojekten zur Produktion – mit TECHNIA

TECHNIA unterstützt Unternehmen beim Übergang von isolierten Pilotprojekten in den produktiven Betrieb. Mit Referenzarchitekturen, bewährten Playbooks für die Skalierung und praxisnaher Aktivierung rund um CATIA auf der 3DEXPERIENCE-Plattform – inklusive Systemintegration, Datenmigration und Lieferanten-Onboarding.

KPI-gesteuerte Governance verbindet dabei die strategischen Ziele der Unternehmensleitung mit dem operativen Engineering. So wird generative KI nachhaltig in reale Workflows integriert – mit messbaren Effekten: schnellere Markteinführung, weniger Fehler, höhere Compliance und geringere Gesamtkosten.

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Johannes Storvik und das Team haben in den letzten 20 Jahren gemeinsam mit Kunden Lösungen entwickelt, die das Portfolio von Dassault Systèmes perfekt ergänzen. Kontaktieren Sie uns noch heute für eine kostenlose Beratung.

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